Der Tourismus Boom in den Philippinen dauert an. Das philippinische Tourismus Ministerium scheint seine hochgesteckten Ziele für das Jahr 2012, den Tourismus betreffend zu erreichen. Bereits im Januar diesen Jahres war ein Zuwachs von über 17 Prozent zu verzeichnen. Die Regierung führt das auf den sinnigen, neuen Tourismus Slogan: More fun in the Philippines zurück. Bereits im letzten Jahr nahm der Tourismus zu und gegen Ende der Saison setzte ein regelrechter Boom ein.
Mag sein, dass der Slogan eine gewisse Wirkung zeigte. Andere Gründe dürften eher ausschlaggebend für den Tourismus Boom in den Philippinen sein. Das allgemeine Image der Philippinen hat sich verbessert, nicht zuletzt wegen der gesunkenen Kriminalitätsrate. In den Nachbarländern Thailand, Kambodscha und Laos zogen die Preise für einen Urlaub in der letzten Zeit ordentlich an. Diese blieben in den Philippinen relativ stabil, dort ist es im Vergleich preiswerter als in anderen asiatischen Ländern. Nicht zuletzt greifen scheinbar die geänderten Visa-Bestimmungen. Die Erteilung und Antragstellung eines Visums wurden vereinfacht. Nachdem der formlose Antrag gestellt wurde, steht einer Erteilung nichts mehr im Weg. Andere Länder erschweren die Erteilung und wundern sich, dass die Touristen ausbleiben. Da brauchen die Nachbarstaaten sich nicht zu wundern, wenn bei ihnen der langersehnte Tourismus Boom ausbleibt.
Die Philippinen sehen den Tourismus Boom als eine logische Folge ihrer intensiven Bemühungen die Werbung für den Tourismus zu verbessern. Diese und andere Faktoren bescherten dem Land jedenfalls zum ersten Mal in einem Monat die Rekord Besucherzahl von 400 000 verkündete das Tourismus Ministerium voller Stolz. Nach den spektakulären Morden an acht Touristen im Jahr 2010, und dies während der Hochsaison im August, gingen die Besucherzahlen drastisch zurück. Zudem standen die Philippinen in dem Ruf, dass häufig Entführungen zwecks Lösegeld Erpressung stattfanden. Umgehend erließen einige Botschaften Reisewarnungen für das Land. Diese Probleme scheinen überwunden zu sein. Der neuerliche Tourismus Boom soll den Philippinen in dieser Saison 4,8 Millionen Urlauber bringen. Verschwiegen werden bei allen positiven Darstellungen die Probleme. Der Internationale Flughafen in Manila wird als einer der übelsten auf der Welt bezeichnet, die öffentlichen Toiletten sind eine Zumutung, die schlechte Infrastruktur wurde nicht verbessert und die Terror Drohungen werden auch in keinster Weise erwähnt. Ein neuer Slogan alleine reicht nicht, es muss auch was getan werden. Ob im Jahr 2016 das Ziel von 12 Millionen Urlaubern erreicht wird bleibt abzuwarten.